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Die Geschichte
der Lebensenergie, auch als Prana, Od, Mana, Ki oder Chi bezeichnet, ist
alt und fand erst Anfang der 70er über die Akupunktur wieder seinen
Weg in unsere westliche Welt. Was ist sie eigentlich, was soll man sich
genau darunter vorstellen, wenn sich niemand die Mühe macht, das
vorhandene Wissen darüber allgemein verständlich zusammenzutragen?
Ist die „Lebensenergie“ wirklich eine Illusion, wie die unsere
Schulwissenschaft behauptet, oder ist sie doch eher das vereinende Bindeglied
zwischen Geist und Materie, das alles zusammenhält, wie andere seit
Jahrtausenden vermuten?
Alle Hochkulturen kannten sie unter vielen verschiedenen Begriffen, und
auch hier war die Lebensenergie Bestandteil unseres philosophischen und
physikalischen Weltbildes bevor Albert Einstein sie kurzerhand durch seine
Relativitätstheorie ersetzte. Das mag ein schwerwiegender Fehler
gewesen sein, denn später gab er selber zu, dass ein Universum ohne
Äther nicht vorstellbar sei.
Es scheint sie also doch zu geben, diese ominöse sinnlich nicht wahrnehmbare
Energie, über die Wissenschaft, Philosophie und Theologie seit Ewigkeiten
streiten, ohne zu bemerken, dass sie alle aneinander vorbeireden. Der
Grund dafür liegt in unserer fragmentierten Wahrnehmung, eine der
vielen Konsequenzen der Aufklärung, die uns den Wald vor lauter Bäumen
nicht mehr sehen lässt. Wir verlieren uns in unnötigen Details,
weil wir den großen Überblick über das Leben an und für
sich völlig verloren haben. Weder wissen
wir wer wir sind noch was wir hier wollen und irren so als virtuelle
Wanderer perspektivlos auf der Reise von Irgendwo nach Nirgendwo durch
die Oberflächlichkeit unserer modernen Welt – wobei uns schon
irgendwie klar ist, dass das letzte Ziel immer Friedhof heißt.
Hier kann uns das Wissen über die verschütt gegangene Lebensenergie
helfen, denn wir besinnen uns wieder auf unsere spirituellen Wurzeln,
wir finden uns selbst in allem wieder. Aber diese Energie hat auch physikalischen
und physiologischen Wert wie uns die chinesische und indische Medizin
lehrt, denn ohne sie gäbe es kein Leben. Es ist also mehr als nur
interessant alte und neue Möglichkeiten ihrer Nutzung kennen zu lernen.
Und auch das ist etwas, was in diesem Buch praxisnah beschrieben wird.
Nach einer Reise durch die Geschichte der Lebensenergie kommen wir über
theoretische Erklärungsmodelle hin zur praktischen Anwendung, denn
eines ist dem Leser bis dahin klar geworden: Totgesagte leben länger,
allen Unkenrufen zum
Trotz: die Lebensenergie existiert!
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